Agent-Based Modeling on a National Scale – Experiences from SWISSland

SWISSland ist das erste agentenbasierte Modell, das Aussagen über den Sektor eines ganzen Staates macht. Seit 2008 mit dem Aufbau des Modells begonnen wurde, ist in seine einzelnen Module zwar eine unglaubliche Menge von intellektueller Energie und Zeit hineingeflossen; es wurde bislang aber nie der Versuch unternommen, das gesamte Modell auf eine nicht-technische Weise zu dokumentieren.

Der traditionelle Schwerpunkt von Agroscope liegt auf der produktionsorientierten Agrarforschung. Entsprechend liegt auch im SWISSland-Modell ein Schwerpunkt beim Angebotsmodul, in dem über 3000 in «Gemeinden» strukturierte Betriebe miteinander Flächen tauschen und jährlich ihr Produktionsverhalten auf die Rahmenbedingungen wie Preise und Direktzahlungen ausrichten. Auf der Grundlage dieser Betriebe wird im Anschluss an den Optimierungsprozess eine relativ komplexe Hochrechnung auf den gesamten Sektor der Schweiz durchgeführt. Gleichzeitig gibt es im Modell aber auch ein Nachfragemodul, das auf der Grundlage von Marktdaten möglichst plausible Prognosen für Handelsbilanzen und Inlandpreise erstellt. SWISSland nachgeschaltet gibt es schliesslich noch diverse Instrumente aus dem ökologischen Bereich, die für die unterschiedlichen Modellszenarien Aussagen über die Entwicklung umweltbezogener Parameter wie etwa der Stickstoffbilanz erlauben. Ausführungen zur technischen Anordnung von Daten und Modellrestriktionen, Einblicke in übliche Visualisierungsformen der Modellergebnisse sowie Beispiele zu Anwendungsfällen des Modells runden den Bericht zu SWISSland ab.

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