Ernährungswirtschaft im Kanton Thurgau

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Ernährungswirtschaft im Kanton Thurgau eine beachtliche Bedeutung hat. Zum einen nimmt sie im schweizerischen Vergleich eine wichtige Stelle ein zum anderen ist der Thurgau stark auf die Ernährungswirtschaft ausgerichtet (Tabelle 1).

Beschäftigte und Arbeitsstätten in der Ernährungswirtschaft

Das Bundesamt für Statistik hat für das Jahr 2010 den landwirtschaftlichen Produktionswert nach Kantonen geschätzt (Abbildung 1). Dieser Produktionswert stellt den monetären Wert der produzierten Waren und Dienstleistungen dar, und zwar zum Verkauf oder Eigengebrauch, als Vorleistung im Betrieb (z. B. Futtermittel für die Milchproduktion) oder als Produktion von selbsterstellten Anlagen (Anpflanzungen oder Nutztiere). Die Vorräteveränderungen werden bei der Berechnung berücksichtigt.

Abbildung 1: Produktionswert des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs 2010 schweizweit bzw. auf Kantonsebene (Schätzung, in Franken pro Hektare landwirtschaftlicher Nutzfläche)

Produktionswert des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs 2010
Quelle: Bundesamt für Statistik, Regionale Landwirtschaftliche Gesamtrechnung (CH: Schweiz, GE: Genf, TG: Thurgau, VS: Wallis, LU: Luzern, ZH: Zürich, VD: Waadt, AG: Aargau, ZG: Zug, SG: St. Gallen, AI: Appenzell Innerrhoden, FR: Freiburg, TI: Tessin, OW: Obwalden, BE: Bern, BS: Basel-Stadt, BL: Basel-Landschaft, SH: Schaffhausen, NW: Nidwalden, AR: Appenzell Ausserrhoden, SO: Solothurn, NE: Neuenburg, SZ: Schwyz, GL: Glarus, UR: Uri, JU: Jura, GR: Graubünden).

Die Thurgauer Ernährungswirtschaft gilt generell als dynamisch und offen gegenüber Neuerungen. Die Landwirtschaft des Kantons verfügt über eine breite Produktpalette. Zu erwähnen sind vor allem die Milchwirtschaft und die Spezialkulturen. Zur Ernährungswirtschaft zählen zahlreiche gewerbliche Betriebe sowie namhafte Verarbeitungsbetriebe. Abbildung 2 zeigt die gesamtschweizerische Situation der Beschäftigten der Land- und Ernährungswirtschaft.

Abbildung 2: Beschäftigte im Bereich der Landwirtschaft und Ernährung, 2008

Beschäftigte der Land- und Ernährungswirtschaft
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Schweizer Landwirtschaft - Taschenstatistik 2010.

Auch die Nahrungsmittelindustrie im engeren Sinn hat einen hohen Stellenwert. Aus den Statistiken des Branchenverbandes Foederation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (fial) geht hervor, dass im Jahr 2006 177 Betriebe mit rund 33‘000 Mitarbeitern einen Umsatz von gut 15 Milliarden Franken erwirtschaftet haben. Dabei nehmen die Milchprodukte die wichtigste Position ein, gefolgt von Frischfleisch und Convenience-Food.